Ein gutes Meerlihaus darf praktisch sein. Und wunderschön.
Es gibt Dinge im Meerschweinchengehege, die müssen einfach funktionieren.
Ein Haus gehört eindeutig dazu.
Es soll Schutz geben.
Es soll groß genug sein.
Es soll sicher sein.
Und natürlich müssen die Schweinchen hinein- und wieder herauskommen können, ohne dass daraus jedes Mal eine kleine Verkehrskrise entsteht.
Aber irgendwo zwischen „funktioniert“ und „sieht aus wie eine Holzkiste“ gibt es noch ziemlich viel Spielraum.
Und genau da beginnt dieses DIY-Projekt.
Unser Vintage-Meerlihaus ist eine einfache Holzkonstruktion, die du mit Farbe, Decoupage und ein paar liebevollen Details in ein ganz persönliches kleines Haus verwandeln kannst.
Bei uns wurde daraus das Stadtpalais.
Bei dir kann daraus etwas völlig anderes werden.

Pippa erklärt: Was ein gutes Meerlihaus können sollte
Bevor wir über Fenster, Blumen, Bordüren und Hausnamen sprechen, kommt zuerst der praktische Teil.
Denn ein schönes Haus bringt wenig, wenn es für die Schweinchen nicht gut funktioniert.
1. Zwei Ausgänge sind Pflicht
Meerschweinchen leben in Gruppen.
Und wo mehrere Schweinchen zusammenleben, gibt es manchmal Situationen, in denen eines schneller ausweichen möchte als das andere.
Ein Haus mit nur einem Eingang kann dann schnell zur Sackgasse werden.
Deshalb hat unser Vintage-Meerlihaus zwei Ausgänge.
Einer vorne, der zweite hinten oder seitlich.
Das ist kein dekoratives Extra, sondern gehört für mich zu einer guten Konstruktion dazu. Genau deshalb ist der zweite Ausgang in der Anleitung fest eingeplant und kein optionaler Schritt.
2. Genug Platz im Innenraum
Auch beim Platz gilt:
Nur weil ein Meerschweinchen irgendwo hineinpasst, heißt das noch lange nicht, dass es dort bequem wohnen kann.
Unser Haus ist ungefähr 30 cm breit, 23 cm tief und 27 cm hoch.
Damit entsteht ein geräumiger Innenraum, der nicht nur hübsch aussieht, sondern auch praktisch nutzbar ist. Die Seitenwände sind etwa 18,8 cm hoch, die Dachplatten messen jeweils 20 × 24 cm.
Ein Haus soll schließlich Rückzugsort sein. Nicht Umkleidekabine.
3. Holz, das sich gut bearbeiten lässt
Für dieses Projekt verwenden wir wieder Pappelholz mit etwa 4–5 mm Stärke.
Das hat mehrere Vorteile:
Es ist leicht.
Es lässt sich gut sägen.
Und es eignet sich hervorragend für DIY-Projekte, bei denen du nicht mit schwerem Werkzeug arbeiten möchtest.
Die Grundkonstruktion besteht nur aus wenigen Teilen:
zwei Dachplatten,
zwei Seitenwänden
und zwei Giebelwänden.
Das klingt überschaubar.
Und genau das ist es auch.
4. Geeignete Farben und Lacke
Wenn ein Haus ins Meerschweinchengehege kommt, sollte man auch bei Farbe und Lack genauer hinschauen.
Für unser Projekt verwenden wir einen geeigneten kindersicheren Lack nach DIN EN 71-3.
Nach dem Bemalen oder Bekleben wird die Oberfläche noch mit einem farblosen Schutzlack versiegelt.
Ganz wichtig:
Alle Lacke, Kleber und Beschichtungen müssen vollständig getrocknet beziehungsweise ausgehärtet sein, bevor das Haus ins Gehege kommt.
Und jetzt kommt mein Lieblingsteil

Aus einem einfachen Holzhaus wird dein Haus
Die Grundform dieses Hauses ist bewusst einfach.
- Gerade Wände.
- Ein klassisches Giebeldach.
- Ein großer Eingang.
- Ein zweiter Ausgang.
Das war’s eigentlich schon.
Und genau deshalb eignet sich dieses Projekt so gut zum Gestalten.
Denn die eigentliche Persönlichkeit bekommt das Haus erst danach.
Bei unserem Modell wurde aus einem schlichten Holzhaus ein kleines Stadtpalais mit:
- mintgrüner Fassade,
- rosa Bordüren,
- großem Fenster,
- Blumenmotiven
- und eigenem Hausschild.
VORHER:

NACHHER:

Aber das ist nur eine Möglichkeit.
Ein Haus – viele Möglichkeiten
Das Schöne an dieser Grundform ist:
Du kannst sie immer wieder völlig anders gestalten.
Zum Beispiel als:
Stadtpalais – Ein bisschen verspielt, ein bisschen elegant und mit vielen kleinen Details.
Landhaus – Helle Naturfarben, Fensterläden, Blumen und vielleicht ein kleiner Zaun.
Blumencafé – Rosa, floral und mit ganz viel Vintage-Charme.
Vintage Cottage – Pastelltöne, Spitzenbordüren, Lavendel und ein leicht nostalgischer Look.
Die Grundkonstruktion bleibt jedes Mal gleich. Nur die Gestaltung verändert sich.
Und genau dadurch wird aus einem simplen Holzhaus plötzlich ein Unikat. Die Anleitung zeigt mehrere dieser Gestaltungsrichtungen als Inspiration.
Du musst nicht gut malen können
Das ist mir bei diesem Bastelpaket besonders wichtig.
Nicht jede oder jeder möchte eine komplette Fassade von Hand bemalen.
Und das musst du auch nicht.
Im Bastelpaket findest du deshalb verschiedene Decoupage-Motive, die du ausdrucken, ausschneiden und aufkleben kannst.
Darunter zum Beispiel:
- Fenster
- Türen
- Blumen
- Bordüren
- Zierleisten
- Mauerstücke
- Schilder
- Wimpel
- kleine Vintage-Motive
- Hausnamen
Du kannst einzelne Elemente kombinieren oder eine komplette Fassade damit gestalten.
Wenn du lieber malst, kannst du natürlich auch Acrylfarben verwenden.
Oder du mischst beides.
Genau darin liegt der Reiz.
Es gibt kein „richtiges“ Endergebnis.
Pippa meint:
„Solange zwei Ausgänge drin sind, darf die Architektin außen kreativ eskalieren.“
Sieht nach viel Arbeit aus? Ist es eigentlich nicht.
Auch bei diesem Projekt wollte ich die Anleitung so aufbauen, dass man beim ersten Blick nicht denkt:
„Nein. Das kann ich niemals.“
Die Grundschritte sind überschaubar:
- Holzteile ausmessen.
- Giebel anzeichnen.
- Zwei Ausgänge einplanen.
- Aussägen.
- Kanten schleifen.
- Haus zusammenbauen.
- Lackieren.
- Gestalten.
- Versiegeln.
Das war’s.

Erst bauen. Dann gestalten.
Bei diesem Haus ist die Reihenfolge besonders logisch aufgebaut.
Zuerst wird gesägt und geschliffen.
Dann wird der Hauskörper zusammengeleimt und zusätzlich mit kleinen Nägeln gesichert.
Anschließend kommen die Dachplatten drauf.
Erst wenn das Grundgerüst fertig ist, wird lackiert und gestaltet.
So musst du nicht mit bereits dekorierten Einzelteilen hantieren und kannst die fertige Form viel leichter als Ganzes bearbeiten.
Das komplette Bastelpaket führt genau in dieser Reihenfolge durch das Projekt.
Was dich im DIY-Bastelpaket erwartet
Ich habe auch dieses Bastelpaket wieder so aufgebaut, dass du alles an einer Stelle findest.
Enthalten sind:
- Maße und Zuschnittliste
- Materialliste
- Werkzeugliste
- Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Zeichnungen für die beiden Ausgänge
- Anleitung zum Aussägen von Rundungen
- Hinweise zum Schleifen
- Zusammenbau mit Holzleim und kleinen Nägeln
- Hinweise zu Lack und Versiegelung
- Gestaltungsbeispiele
- Decoupage-Fenster
- Türen
- Bordüren
- Blumenmotive
- Vintage-Plakate
- Schilder und Hausnamen
- weitere Dekoelemente zum Kombinieren
Du kannst also entweder nur die Bauanleitung verwenden und alles selbst gestalten.
Oder du greifst auf die vorbereiteten Motive zurück und baust dir daraus deine ganz eigene Fassade.
Warum ich dieses Haus besonders mag
Beim Grachtenhaus war die Fassade selbst schon ein kleines Kunstwerk.
Dieses Haus funktioniert anders. Hier ist die Grundform bewusst zurückhaltend.
Und genau dadurch hast du unglaublich viel Freiheit.
Heute Stadtpalais.
Morgen Landhaus.
Beim nächsten Mal vielleicht:
Meerli Villa.
Piggie Palace.
Chill Area.
Oder irgendein Name, den nur du und deine Schweinchen verstehen.
Das Haus gibt nur den Rahmen vor. Die Geschichte erzählst du selbst.
Ein Meerlihaus darf Teil deines Zuhauses sein
Viele Meerschweinchengehege stehen heute mitten im Wohnraum.
Und wenn man jeden Tag daran vorbeigeht, darf es dort ruhig schön aussehen.
Artgerecht und dekorativ schließen einander nicht aus.
Man muss nur zuerst an die Bedürfnisse der Tiere denken.
Zwei Ausgänge.
Genug Platz.
Geeignete Materialien.
Sichere Verarbeitung.
Und danach darf es hübsch werden.
Sehr hübsch sogar.

Lust auf dein eigenes Vintage-Meerlihaus?
Dann findest du auf unserer Landingpage das komplette DIY-Bastelpaket für dein Vintage-Meerlihaus.
Mit Maßen, Materialliste, Schritt-für-Schritt-Anleitung und vielen Decoupage-Motiven zum Ausdrucken und Gestalten.
Und dann bleibt eigentlich nur noch eine Frage:
Was wird aus deinem Haus?
Stadtpalais?
Landhaus?
Blumencafé?
Vintage Cottage?
Oder etwas, auf das wir noch gar nicht gekommen sind?
Denn am Ende soll es nicht aussehen wie unseres.
Es soll aussehen wie deins.


